Interdisziplinäres Zentrum für Peritonealkarzinose bei gynäkologischen Tumoren
Eine Metastasierung in das Bauchfell (Peritonealkarzinose) ist eine der häufigsten Ausbreitungsformen fortgeschrittener Tumoren der Eierstöcke und Eileiter. Die Behandlung stützt sich in der Regel auf zwei wesentliche Therapiebausteine: eine systemische Chemo- und Immuntherapie sowie eine möglichst vollständige operative Entfernung der Tumorherde.
Im Interdisziplinären Zentrum für Peritonealkarzinose bei gynäkologischen Tumoren arbeiten die Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie sowie die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln eng zusammen.
Unser gemeinsames Ziel ist es, Patientinnen mit Peritonealkarzinose durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, höchste medizinische Expertise und eine individuelle Betreuung die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.
Termin und Kontakt
Terminvereinbarungen
Telefon +49 221 478-87550
Telefax +49 221 478-6729
E-Mail gynkrebszentrum-frauenheilkunde@uk-koeln.de
Über das Patientenportal der Uniklinik Köln können Sie Ihren Termin bequem und unkompliziert online buchen – jederzeit und von zu Hause aus.
Team Gynäkologie
Pelvic Care Nurses
Team Viszeralchirurgie
Weiterführende Informationen und FAQ
Die Behandlung erfolgt nach einem individuell abgestimmten, interdisziplinären Therapiekonzept. Im Mittelpunkt steht die möglichst vollständige operative Entfernung aller sichtbaren Tumorherde (zytoreduktive Chirurgie). Ergänzend kann – je nach individueller Erkrankungssituation – eine hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) durchgeführt werden.
Studien zeigen, dass diese Kombination aus möglichst vollständiger Tumorentfernung und HIPEC bei ausgewählten Patientinnen das Risiko eines erneuten Tumorwachstums im Bauchraum senken und das Überleben verlängern kann.
Die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) erfolgt während der Operation.
Nachdem alle sichtbaren Tumorherde entfernt wurden, wird der Bauchraum für einen festgelegten Zeitraum mit einer auf 41–42 °C erwärmten Chemotherapielösung gespült. Durch die lokale Anwendung kann eine hohe Wirkstoffkonzentration direkt im Bauchraum erreicht werden, während die Belastung des übrigen Körpers möglichst gering bleibt.
Die Behandlung erfolgt durch ein erfahrenes Team aus gynäkologischen Onkologinnen und Onkologen sowie Viszeralchirurginnen und Viszeralchirurgen. Jede Patientin wird im interdisziplinären Tumorboard individuell besprochen. Die Operation wird – sofern medizinisch erforderlich – gemeinsam von Spezialistinnen und Spezialisten beider Fachbereiche durchgeführt.
Unsere Patientinnen profitieren von:
- standardisierten, leitliniengerechten Behandlungskonzepten
- enger Betreuung vor, während und nach der Operation
- strukturierter Nachsorge in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten
Als universitäres Zentrum verbinden wir eine moderne Patientenversorgung mit wissenschaftlicher Forschung.
Unsere Behandlung orientiert sich an den aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien sowie an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, unter anderem aus den Studien OVHIPEC und CHIPOR. Darüber hinaus beteiligen wir uns aktiv an klinischen Studien und Qualitätssicherungsregistern, um die Behandlung von Patientinnen kontinuierlich weiterzuentwickeln und innovative Therapiekonzepte nach aktuellem Stand der Wissenschaft anzubieten.






